13.07.2013

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Gemeinsam wohnen in Kempen VON SYLVIA RUF STANLEY

Stadt Kempen (RP). Die Freude war allen Beteiligten anzumerken. Schon ein dreiviertel Jahr nach dem ersten Spatenstich Ende November wurde nun am Mehrgenerationenhaus im Baugebiet an der Kreuzkapelle Richtfest gefeiert.

Trotz einer durch den harten langen Winter erzwungenen Bauverzögerung konnte der Verein Besser-Gemeinsam-Wohnen sich gemeinsam mit Bürgermeister Volker Rübo, den Handwerkern und Architekten sowie zahlreichen künftigen Bewohnern gestern über den Baufortschritt freuen. "Wir sind stolz und freuen uns, wir sind einen großen Schritt weiter", sagte Roger Buschfeld vom Vereinsvorstand. Und er gab auch ehrlich zu, dass der Verein am Anfang gar nicht genau wusste, auf welche Aufgabe er sich da eingelassen hat. Ab Anfang 2014 werden wohl die ersten Bewohner einziehen können. Eine einzige Wohnung ist zur Zeit noch nicht vergeben, allein es gibt auch schon eine Warteliste. Der Verein braucht sich also keine Sorgen zu machen, dass hier lange Wohnungen leer stehen bleiben.

Auch Bürgermeister Volker Rübo fand hier "ein wichtiges Etappenziel" erreicht. Rübo gefiel besonders die moderne Formensprache des von den Herzogenrathern Architekten Birgit Siebenmorgen und Bodo Frömgen-Siebenmorgen geplanten Baus. Gemeinsam mit dem Verein, der inzwischen eine Wohnungsbaugenossenschaft ist, haben sie immer wieder getüftelt, wie sich die Wünsche der künftigen Bewohner umsetzen lassen. Schon jetzt sieht man, dass das Haus vor allem eins ist – nämlich offen und luftig, kein abgeschottetes Wohnhaus nur für die Bewohner. So konnte sich der Bürgermeister vorstellen, dass hier auch ein "Angelpunkt für das ganze Viertel" entstehen kann. Zumal von vornherein ein Gemeinschaftsraum eingeplant wurde, der auch Nicht-Bewohnern zur Verfügung stehen kann. Zimmermann Hubertus Wiese wünschte dem Mehrgenerationenhaus und seinen künftigen Bewohnern alles Gute. Den letzten Nagel schlug er ein und Stefan Röder vom Verein musste es ihm nach tun.Dass sich die bislang etwas eintönige Bauweise in den anderen Kempener Neubaugebieten nun auch in Richtung moderne Formensprache hin bewegt, kann man gleich neben dem Mehrgenerationenhaus sehen. Denn dort ist schon ein Haus entstanden, das ebenso offen ist. Geplant ist dieses Haus wie auch ein weiteres für Familien, die vielleicht auch mit mehreren Generationen unter einem Dach leben wollen. Überhaupt ist im Viertel zu sehen, dass hier viele einfallsreiche Häuser entstehen.
Der erste Abschnitt des Baugebiets ist fast ausgefüllt. Dort sieht man einen bunten Querschnitt durch junge, manchmal auch mutige Bauweise. Was man jetzt schon erkennen kann, ist, dass hier vornehmlich Häuser gebaut werden, die viel Licht hineinlassen. Viele Häuser sind nach Süden ausgerichtet, wahrscheinlich um demnächst den kostbaren Sonnenschein als Energiespender verwenden zu können. Rund 25 städtische Grundstücke hatte die Stadt an der Kreuzkapelle zu vergeben, die Liste der Anfragen war lang. Ein zweiter und dritter Bauabschnitt sind bereits geplant.

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