29.11.2012

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Ein Haus für Jung und Alt

erschienen: Tobias Klingen - Westdeutsche Zeitung

Das Projekt „Besser Gemeinsam Wohnen“ wird umgesetzt. Der Verein investiert 4,3 Millionen Euro.

Kempen. „Kanäle und Leitungen sind verlegt. Die Baustraße ist fertig. Jetzt sind Sie an der Reihe.“ Diese Worte richtete der Technische Beigeordnete Stephan Kahl gestern an die Bauherren des Mehrgenerationenhauses im Baugebiet An der Kreuzkapelle. Der Verein „Besser Gemeinsam Wohnen“ setzte gestern zum ersten Spatenstich an – die Gebäude mit 20 Wohnungen sollen Ende 2014 fertig sein.

„Viele kleine Kräfte werden hier zu einer großen Kraft“, sagte Annemarie Quick, Vorsitzende des Vereins. Das jüngste Mitglied der Genossenschaft ist zwei Jahre alt – das älteste 76. Darin liege der Geist der Gemeinschaft: Jung und Alt unterstützen sich. So könne das Rentner-Ehepaar mal auf die Kinder der Nachbarn aufpassen. Oder die junge Familie kaufe für die Senioren mit ein. Trotzdem lebe jeder Bewohner für sich in den eigenen vier Wänden.

Gemeinschaftsraum kann von allen genutzt werden

Neben den beiden Wohngebäuden wird auch ein großer Gemeinschaftsraum entstehen. „Zum Beispiel für gemeinsame Feste. Wir sind aber auch den übrigen Nachbarn hier im neuen Wohngebiet gegenüber offen“, so Quick. So könnte auch eine Nachbarschaftsfeier im Mehrgenerationenhaus stattfinden. Passenderweise wurde gestern am Standort des Gemeinschaftsraums der erste Spatenstich gemacht. „Ich finde den Standort des Hauses gegenüber der Kreuzkapelle sehr schön. Hier könnte ein hervorragender Platz für das gesamte Wohngebiet entstehen“, befand Bürgermeister Volker Rübo.

Drei der 20 Wohnungen sind noch zu haben


Mit Blick auf die immer älter werdende Gesellschaft könne das Haus An der Kreuzkapelle zu einem Pilotprojekt für Kempen werden. Dies hatten die Politiker fraktionsübergreifend in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses geäußert. Annemarie Quick bedankte sich bei Politik und Verwaltung für die Unterstützung für das Projekt, das die 26 Mitglieder starke Genossenschaft in den vergangenen Jahren geplant hat. „Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Und wir freuen uns, dass wir bald einziehen können.“


Der jüngste Bewohner Malik Röder (2) half gestern beim Spatenstich ebenso mit wie der älteste, Georg Strasser (76/r.). Bürgermeister Volker Rübo (M.) und Beigeordneter Stephan Kahl (2.v.r.) wünschten den Vorsitzenden Sabine Buschfeld (l.) und Annemarie Quick viel Erfolg für den Bau.

Die Gemeinschaft investiert 4,3 Millionen Euro auf dem 3140 Quadratmeter großen Grundstück. „Drei Wohnungen sind noch zu haben“, sagte Quick. Diese seien zwischen 80 und 125 Quadratmeter groß. Bei Interesse kann man sich beim Verein melden.

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