Wer sich für gemeinschaftliches Wohnen interessiert, sollte sich klar machen, dass es für diese Lebensform eine konstruktive innere Ausrichtung braucht. Das engere Miteinander, die Übernahme von gemeinsamer Verantwortung, gemeinsames Entscheiden und Handeln, all dies kann – je nach Persönlichkeit und den eigenen Werten – als Bereicherung oder Belastung gesehen werden. Es braucht bestimmte Lebenseinstellungen, um langfristig in Gemeinschaften glücklich zu werden:
Offenheit
- Der Welt als Lernende/r begegnen
- Fehler als Chance begreifen; Feedback annehmen und geben
- Persönliche Themen ansprechen, sich öffnen
- Ein grundsätzlich positives Menschenbild
Selbsterkenntnis und Selbstverantwortung
- Die eigenen „Trigger“ und Schwächen kennen
- Selbstverantwortung übernehmen
- Selbstempathie und Empathie schenken können
- Bewusster Umgang mit Rollen und Macht bzw. Privilegien
Interesse und Respekt für den Einzelnen und die Gemeinschaft
- Anerkennung subjektiver Realitäten: jeder hat seine eigene Wahrnehmung
- Synergie statt Konkurrenz in den Vordergrund stellen
- Interesse am Einzelnen und seiner Geschichte
Die hier nur angerissenen Aspekte sind entnommen aus dem Buch „Der Gemeinschaftskompass“ von Eva Stützel, oekom-Verlag.
In einem Workshop der Bewohner des BGW zu diesem Thema im Februar 2026 wurden folgende Wünsche geäußert:
